Medienmitteilung SOG – Rüstungsbotschaft 2018: keine Halbheiten!

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Rüstungsbotschaft 2018: keine Halbheiten!

Bern, 1. Juni 2018.Der Ständerat hat am 31. Mai 2018 der Rüstungsbotschaft 2018 zugestimmt. Zum grossen Befremden der Schweizerischen Offiziersgesellschaft (SOG) bringt er Einwände ausgerechnet gegen den Kauf von schusssicheren Westen zugunsten der Soldaten und Kader der Milizarmee vor. Denn lediglich die Hälfte unserer Armeeangehörigen soll Schutzwesten erhalten. Die SOG erwartet, dass der Nationalrat nun den vollen Kredit von CHF 199 Mio. spricht.

Die Weiterentwicklung der Armee (WEA), die seit dem 1. Januar 2018 in der Umsetzungsphase ist, basiert unter anderem auf den Eckpfeilern der Vollausrüstung und des neuen Mobilisierungskonzepts. Aber nicht nur deswegen, sondern insbesondere angesichts der Terrorbedrohung und der insgesamt instabilen Sicherheitslage in Europa haben unsere Armeeangehörigen Anspruch auf vollständigen Schutz. Die Schutzausrüstung für die 100‘000 Soldaten und Kader der Armee kostet CHF 199 Mio. Der Ständerat bezweifelt, dass wirklich jeder Armeeangehörige eine schusssichere Weste benötigt und halbierte den Kredit auf noch CHF 100 Mio. Dieser Sparvorschlag ist aus Sicht der SOG nicht nur unnötig, sondern er ist geradezu unsinnig. Wir erwarten deshalb, dass der Nationalrat, an den die Vorlage nun geht, korrigierend eingreift.

Keine Ausserdienststellung der Festungsartillerie

Im Weiteren enthält die Armeebotschaft erstmals einen Beschluss über die Ausserdienststellung schwerer Waffensysteme, darunter auch der 12 cm Doppelmörser bzw. der Festungsminenwerfer. Die SOG schlägt vor, statt der ersatzlosen Streichung der Festungsminenwerfer (Fest Mw) diese in tiefer Bereitschaft zu halten, bis die Fragen der diesbezüglichen Doktrin der Armee am Boden geklärt sind. Selbst die dazu nötigen, jedoch im Verhältnis zu einer späteren Wiederbeschaffung geringen Unterhaltskosten rechtfertigen eine Sistierung der Ausserdienststellung der Fest Mw. Auch in diesem Punkt der Vorlage erwartet die SOG vom Nationalrat eine entsprechende Korrektur.

 

Mitteilung VBS: Air2030: Bundesrat schickt Planungsbeschluss in Vernehmlassung

Wohl seit der Mirage-Affäre will man versuchen, überall und jederzeit die Meinung der Bevölkerung mit einzubeziehen. Die Politik müsste konsequent sein, und nicht nur für diese Belange, sondern generell auch in anderen Departementen immer wieder der Bevölkerung die Möglichkeit zur Stellungnahme gegeben werden sollte. Man hat grundsätzlich einmal ein Budget für die Armee genehmigt, also soll die Armee bzw das VBS auch das Vertrauen erhalten, im Rahmen seiner Möglichkeit und nach Prüfung der Varianten, selbständig zu beschaffen. Sind wir gespannt, wie die Reaktionen dieses Mal sind.

Mitteilung VBS

Aus den Medien: Wie gut ist die Schweiz auf Krieg vorbereitet? (20min)

Interessanter und lesenswerter Bericht.

Spannende Aussagen (Zitat):“Die Schweiz ist nicht so viel weiter weg von Russland wie Schweden. Alle haben ein Interesse an einem stabilen Europa. Die einzige Garantie dafür ist eine Balance der Stärke der russischen Streitkräfte und jener Europas. Die Streitkräfte in Nordeuropa sind durch die Friedenspolitik der 90er-Jahre immer kleiner geworden. Nun gilt es, diese Balance wieder zu erreichen. Davon sind wir noch weit weg.“

und weiter (Zitat):

„Die wirtschaftliche Landesversorgung ist für ein kleines Land wie die Schweiz ohne Hafen ebenfalls ein grosses Thema. Hier sehe ich noch Handlungsbedarf. Bis 1990 hatte die Schweiz grosse strategische Reserven etwa von Nahrungsmitteln oder Treibstoffen. Diese bestehen heute fast nicht mehr“

Quelle: 20min vom 24.05.2018

Neid oder Diskrimierung?

Das Thema ist noch lange nicht vom Tisch. Die umliegenden Staaten, näher oder weiter weg, sind wohl neidisch auf ein System, welches sich seit Langem schon bewährt. Dass die Union – zu welcher die CH bekanntlicherweise nicht gehört – ihre eigenen Mitglieder in diesem Bereich „diskriminiert“, das ist ein EU-internes Problem und soll und darf keinen Einfluss auf unsere Bereitschaft und unsere Gesetzgebung haben. Es ist schwer zu hoffen, dass unsere Politiker dies auch so sehen und unser System verteidigen.

Mehr dazu im Artikel der AZ Online

Bericht zum neuen „Tag der Aspiranten“ vom 13.04.2018

Das erste Mal wurde im Auftrag des Kdt Kdo Ausbildung, KKdt Baumgartner, am 13.04.2017 der zentrale „Tag der Aspiranten“ für alle Offiziersschulen der Schweizer Armee durchgeführt. Die SOG und damit auch die AOG, war auch dabei. Die AOG wurde auf Grund der personellen Verfügbarkeit durch die beiden OG Präsidenten der OG Baden und OG Lenzburg vertreten.

Mehr dazu hier im offiziellen Beitrag des VBS.

Informationsveranstaltung zum Thema „Moderne Armee heute – Weiterentwicklung der Armee“

Die kantonale Aargauische Offiziersgesellschaft lädt Sie herzlich ein zur Veranstaltung „Die moderne Armee heute“. Das Referendumsvorhaben gegen die WEA einer durchaus armeefreundlichen Gruppe hat gezeigt, dass immer noch grosser Klärungsbedarf zu diesem Thema besteht.

Wir freuen uns, dass wir Divisionär Hans-Peter Walser, Kdt Ter Reg 2 für ein Referat gewinnen konnten. Er wird uns einen Einblick in das WEA-Projekt, dessen Inhalt und Ausrichtung sowie zum aktuellen Stand geben. Nach dem Referat bleibt ausreichend Zeit für Fragen und Diskussionen. Nebst weiteren Mitgliedern der Armeeführung erwarten wir auch Vertreter aus Politik und Wirtschaft

Nehmen Sie die Gelegenheit wahr und informieren Sie sich aus erster Hand! Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung.

Ort/Datum:

Samstag, 10. September 2016, 09.30 – ca. 13.00 Uhr

Eventhalle 11A, Rohrerstrasse 78, 5000 Aarau