Grundsatz

Die AOG als Dachverband der 7 regionalen Offiziersgesellschaften vertritt eine Position nur in Absprache mit den Präsidenten der jeweiligen Sektionen und wenn diese auch von den Mitgliedern abgesegnet wurde (Mehrheitsäusserung der Mitglieder). Das heisst auch, die AOG spricht nie im Namen ALLER Mitglieder, sondern nur für die Mehrheit.

Sie äussert sich insbesondere zu militärpolitischen und sicherheitspolitischen und - nur wenn diese Bereiche anderweitig betroffen sind - auch zu anderen Themen.

Aktuelle Themen

Finanzierungsverbotsinitiative - Die AOG sagt NEIN

Die Initiative «Für ein Verbot der Finanzierung von Kriegsmaterialproduzenten» von GSoA und ihr politische nahe Parteien verlangt, dass der Schweizerischen Nationalbank, Stiftungen sowie Einrichtungen der staatlichen und beruflichen Vorsorge die Finanzierung von Unternehmen untersagt, die mehr als 5 Prozent ihres Umsatzes mit der Herstellung von Kriegsmaterial erwirtschaften. 

JA zu ethischen Anlagen, NEIN zu willkürlichen Quoten

Das Kriegsmaterialgesetz kennt schon heute ein Verbot der direkten Finanzierung von verbotenem Kriegsmaterial. Dazu zählen atomare, biologische und chemische Waffen sowie Streumunition und Anti-Personenminen. Ethisches Anlegen wird immer wichtiger. Es gibt schon heute Finanzierungsinstrumente, die bestimmte Rüstungsfirmen ausschliessen. Allerdings braucht die nachhaltige Finanzierung keine willkürlichen Quoten, sondern klare Kriterien, auf die sich Anleger und Sparer tatsächlich stützen können. 

GSoA-Initiative führt zu keiner friedlicheren Welt

Ein weltweites Finanzierungsverbot für Investitionen in die Rüstungsindustrie ist nicht realistisch. Mangels Einflusses auf die globale Nachfrage nach Kriegsmaterial und das weltweite Angebot erzielt ein nur in der Schweiz geltendes Finanzierungsgebot keine Wirkung. Das globale Angebot an Rüstungsgütern und die Nachfrage nach Kriegsmaterial bleibt auch nach einer Annahme der Initiative unverändert. Eine Annahme der Initiative würde weder zu einer friedlicheren Welt noch zu weniger Fluchtursachen führen. 

Die AOG sagt NEIN zu willkürlichen Quoten und NEIN zum Verbot der Finanzierung von Kriegsmaterialproduzenten.

Weitere Themen

Das Projekt für die Luftverteidigung der Zukunft - Air2030+ - wird durch die AOG unterstützt.

Die schweizerische Luftwaffe hat vielfältige Aufträge zu erfüllen. Ihre aktuelle Flotte kommt langsam in die Jahre und benötigt eine Erneuerung. Eine weitere Verlängerung der Lebensdauer ist nicht zielführend, werden damit nur alte Geräte noch für eine ganz kurze Zeit in Betrieb gehalten und diese Kosten können bei einer Neubeschaffung vermieden werden - zu Gunsten eines Produktes, welches dann wieder für einige Jahrzehnte im Einsatz sein kann.

Das Projekt Air2030+ sieht aber nicht nur die Neubeschaffungen von Flugzeugen vor, sondern gleichzeitig auch eine Erneuerung der gesamten Mittel der Verteidigungssysteme für unseren Luftraum. Dazu gehören auch Flugabwehrmittel (Boden-Luft), welche über eine grössere Reichweite verfügen als die bisherigen Systeme. Dieses Neubeschaffung ist als Ergänzung zu den bisherigen Mitteln (welche eine kurze Reichweite haben) und den neuen Flugzeugen (welche vor allem in der Luft den Polizeidienst sowie die Verteidigung erfüllen) zu sehen. Damit wird ein komplettes Schutzsystem für unseren Luftraum erstellt, um damit den Schutz und die Sicherheit unseres Landes und damit unserer Bürger sicherzustellen.

Es geht hier in erster Linie nicht darum, welchen Typ von System zu bestimmen, sondern die Mittel generell für eine solche Gesamterneuerung zur Verfügung zu stellen. Die Fachspezialisten sind diejenigen, welche dann die Auswahl treffen sollen, um den Auftrag des Schutzes im Luftraum effizient, effektiv und optimal erfüllen zu können.