Infanterie weg, Zeughäuser schliessen: Wird der Aargau entmilitarisiert?

2018 wird sich die Anzahl ausgebildeter Rekruten im Aargau mehr als halbieren und auf etwa 1000 Personen zusammenschrumpfen. Der Hauptgrund für den Exodus ist die Verlegung der Infanterie-Schule aus Aarau, die im vergangenen Jahr fast 60 Prozent aller ausgebildeten Rekruten im Kanton ausmachte. […]

Nach über 200 Jahren ist am 20. September Schluss mit der infanteristischen Ausbildung im Aargau – so, wie schon 1872 jene der Artillerie und 1972 jene der Kavallerie in Aarau zu Ende gegangen war. In Militärkreisen wird der Wegzug ausserordentlich bedauert. Peter Balzer, Präsident der Aargauischen Offiziersgesellschaft spricht von einem «herben Verlust» für den ganzen Kanton. «Es wird uns ein Stück Nähe zur Aargauer Bevölkerung weggenommen. So, dass die Anstrengungen der letzten Jahre, die Armee den Menschen wieder näher zu bringen, verloren gehen.» „Infanterie weg, Zeughäuser schliessen: Wird der Aargau entmilitarisiert?“ weiterlesen

Militärdirektorin Franziska Roth entlässt Aargauer Offiziere aus dem Dienst

Nachdem bekannt geworden war, dass die neugewählte Regierungsrätin Franziksa Roth das Departement Gesundheit und Soziales (DGS) von Susanne Hochuli übernehmen wird, sagte sie in der az, sie freue sich sehr darüber, dass sie damit auch Militärdirektorin wird.

Als solche hatte sie am Montagabend im Grossratsgebäude in Aarau ihren ersten offiziellen Auftritt bei einer Entlassungsfeier für Armeeoffiziere. Der Kreiskommandant Aargau, Oberst Rolf Stäuble, gab ihr die verbalen Blumen fürs Militär postwendend zurück: «Wir freuen uns auf Sie.» Als Präsent gab es einen mit militärischer Verpflegung ergänzten Blumenstrauss. „Militärdirektorin Franziska Roth entlässt Aargauer Offiziere aus dem Dienst“ weiterlesen

Zivile Nutzung der Kaserne Aarau ab 2018?

Bisher war klar: Die Armee hat bis 2030 einen Mietvertrag für die Kaserne in Aarau. Danach soll sie ausziehen und es kann etwas Neues entstehen. Doch so lange möchte die Stadt Aarau nicht warten.

Bereits ab 2018 möchte die Stadt einen Teil der Kaserne zivil nutzen, erklärt die Stadtpräsidentin Jolanda Urech gegenüber Radio SRF. Ob es dazu kommt, ist jedoch noch offen. So muss die Armee zuerst bekannt geben, wofür man die Kaserne bis zum Auszug im Jahr 2030 braucht. „Zivile Nutzung der Kaserne Aarau ab 2018?“ weiterlesen

Aargau macht streng geheime Militäranlagen der Öffentlichkeit zugänglich

Versteckt unter der Waldkuppe «Balm» beim Weiler Wallbach, zwischen Villnachern und Schinznach-Dorf, befindet sich der ehemalige Kommandoposten (KP) der früheren Grenzbrigade 5. Für diese genaue Ortsbezeichnung wäre man vor 30 Jahren noch wegen Verrats militärischer Geheimnisse mit Gefängnis bestraft worden. Denn der Standort der Anlage war während des Zweiten Weltkriegs und des Kalten Kriegs hoch geheim. Im Eingangsstollen zum KP steht bis heute die Mahnung an der Wand: «Wer nicht schweigt, schadet der Heimat.» Dass Vorsicht begründet war, bewies eine sowjetische Generalstabskarte, die alle Ortsnamen und Verkehrsverbindungen auch im Brigadegebiet in kyrillischer Schrift enthielt.

Den ganzen Beitrag von Hans-Peter Widmer gibt es hier auf aargauerzeitung.ch zu lesen.

Waffenplatz Brugg: Armee will bleiben und kräftig investieren

Die ersten Wochen haben sie hinter sich, die Rekruten auf dem Waffenplatz Brugg: Dass sie zu den Genietruppen gehören, ist allerdings nicht zu sehen. Noch nicht. Rund um die Kaserne oder im Schachen erhalten sie derzeit das militärische Grundwissen.

Sie üben den Umgang mit Sturmgewehr und Schutzmaske, werden ausgebildet im Sanitäts- und Wachtdienst. Erst danach werden sie zu Brückenbauern, den Spezialisten an den schweren Geräten und technischen Einrichtungen. «Sie sind sehr bodenständig», lobt Oberst André Güss bei einem Augenschein. Der 45-Jährige ist seit gut einem Jahr Waffenplatz- und Schulkommandant. „Waffenplatz Brugg: Armee will bleiben und kräftig investieren“ weiterlesen

Diese Aargauer schützen den Schweizer Luftraum

Der Gemeindepräsident ist da, der Waffenplatzchef ist da, sogar ein Vertreter der Luzerner Kantonsregierung. Sie stehen auf der Wiese neben dem Bahnhof Wangen an der Aare, unter einer Allee aus Platanen. Roger Keller, 49, Holderbank, steht auf der Ladefläche eines «Puch» und spricht in ein Mikrofon: «Es het Spass gmacht mit eu. Macheds guet und hebed de Flab Sorg.» Vor ihm steht die Flab K Gr 1 – die Fliegerabwehr-Kampfgruppe 1. Mehrere hundert Mann, in Tarnanzügen, mit Sturmgewehr in den Händen und Helm auf dem Kopf. „Diese Aargauer schützen den Schweizer Luftraum“ weiterlesen

Habsburgrapport: Dank an Offiziere und Bekenntnis zum Armeestandort Aargau

Der Aargauer Regierungsrat stattete am traditionellen Habsburgrapport den Armeekadern seinen Dank ab. Militärdirektorin Susanne Hochuli betonte die Verbundenheit des Kantons Aargau mit der Armee. Zu den Gästen gehörten auch Bundesrat Ueli Maurer und Armeechef Korpskommandant André Blattmann.

Der Regierungsrat würdigt seit 1949 mit dem Habsburgrapport die guten Beziehungen zwischen dem Kanton Aargau und der Schweizer Armee. „Habsburgrapport: Dank an Offiziere und Bekenntnis zum Armeestandort Aargau“ weiterlesen

«PONTE» – auch ein Brückenschlag zur Bevölkerung

Mit rund 70 Panzern, 150 Pneufahrzeugen und 900 Mann hat das Panzerbataillon 13 (Pz Bat 13) Anfang September an der Volltruppenübung «PONTE» teilgenommen. Dazu gehörten auch zwei Aare-Überquerungen mittels Schwimmbrücke. Bataillonskommandant Major im Generalstab Kaspar Hartmann, zivil Generalagent bei einer Versicherung, im Interview.

 

Neue Auszeichnung “Ausserdienstliche Tätigkeiten”

Seit dem 01.01.2014 besteht die Möglichkeit, im Bereich der ausserdienstlichen Tätigkeiten (AT) eine Auszeichnung (Stufen 1 und 2) zu erwerben. Der Chef Schiesswesen und ausserdienstliche Tätigkeiten (SAT) hat hierzu im Auftrag des CdA eine Ergänzung zum Reglement 51.004 “Auszeichnungen” erlassen.

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Mit der Verleihung der Auszeichnung soll die absolvierte militärische Weiterausbildung in den Bereichen “Schiessen mit der persönlichen Waffe” sowie “Führungs- und Weiterausbildung” der Allgemeinen Grundausbildung (AGA) und der Funktionsgrundausbildung (FGA) gebührend anerkannt werden. Angehörige der Armee und Verbands- oder Gesellschaftsmitglieder eines militärischen Dachverbandes (wie beispielsweise der SOG) können somit nun besagte Auszeichnung (auch “Sugus” bzw. Neudeutsch “Ribbon” genannt) ab Erfüllung der Rekrutenschule bis zur Vollendung des 65. Altersjahres erwerben.

Einblick ins Simulatoren Training Center Emmen

Piloten und Instruktoren erzählen im Film «FEEL THE REAL», welche unterschiedlichen Vorteile die Simulatoren für die eigene Sicherheit und die Umwelt haben. Als Zuschauer erlebt man eine Verbandsübung mit zwei Helikoptern und begleitet einen Ausbildungsflug im PC-21. Diese Videoproduktion wird hauptsächlich den Besuchern bei Führungen auf dem Flugplatz Emmen gezeigt.

Mit dem Film des ZEM hat das VBS am diesjährigen WorldMediaFestival in Hamburg in der Kategorie «Training: Employee Orientated» der Intermedia-globe GOLD Award gewonnen. An diesem Festival wurden fast 700 Beiträge eingereicht. Am diesjährigen US International Film & Video Festival in Los Angeles ist der Film mit dem Silver Screen ausgezeichnet worden. Eingereicht wurden über 100 Filme aus 22 Ländern.