Infanterie weg, Zeughäuser schliessen: Wird der Aargau entmilitarisiert?

2018 wird sich die Anzahl ausgebildeter Rekruten im Aargau mehr als halbieren und auf etwa 1000 Personen zusammenschrumpfen. Der Hauptgrund für den Exodus ist die Verlegung der Infanterie-Schule aus Aarau, die im vergangenen Jahr fast 60 Prozent aller ausgebildeten Rekruten im Kanton ausmachte. […]

Nach über 200 Jahren ist am 20. September Schluss mit der infanteristischen Ausbildung im Aargau – so, wie schon 1872 jene der Artillerie und 1972 jene der Kavallerie in Aarau zu Ende gegangen war. In Militärkreisen wird der Wegzug ausserordentlich bedauert. Peter Balzer, Präsident der Aargauischen Offiziersgesellschaft spricht von einem «herben Verlust» für den ganzen Kanton. «Es wird uns ein Stück Nähe zur Aargauer Bevölkerung weggenommen. So, dass die Anstrengungen der letzten Jahre, die Armee den Menschen wieder näher zu bringen, verloren gehen.» „Infanterie weg, Zeughäuser schliessen: Wird der Aargau entmilitarisiert?“ weiterlesen

Ernennung von Höheren Stabsoffizieren der Armee

  • Korpskommandant Aldo C. Schellenberg, Kommandant Luftwaffe, wird durch den Chef VBS als Projektleiter WEA für den Bereich Operationskommando ab 1. Januar 2017 ernannt.
  • Divisionär Daniel Baumgartner, Kommandant Heer, wird durch den Chef VBS als Projektleiter WEA für den Bereich Ausbildungskommando ab 1. Januar 2017 ernannt.
  • Brigadier Maurizio Dattrino wird per 1. Juli 2017 neuer Kommandant Generalstabsschule und Stellvertreter Kommandant Höhere Kaderausbildung der Armee/Chef Stab Operative Schulung. „Ernennung von Höheren Stabsoffizieren der Armee“ weiterlesen

Zivile Nutzung der Kaserne Aarau ab 2018?

Bisher war klar: Die Armee hat bis 2030 einen Mietvertrag für die Kaserne in Aarau. Danach soll sie ausziehen und es kann etwas Neues entstehen. Doch so lange möchte die Stadt Aarau nicht warten.

Bereits ab 2018 möchte die Stadt einen Teil der Kaserne zivil nutzen, erklärt die Stadtpräsidentin Jolanda Urech gegenüber Radio SRF. Ob es dazu kommt, ist jedoch noch offen. So muss die Armee zuerst bekannt geben, wofür man die Kaserne bis zum Auszug im Jahr 2030 braucht. „Zivile Nutzung der Kaserne Aarau ab 2018?“ weiterlesen

Stabwechsel von Oberst zu Oberst

Die Aargauer Offiziere diskutierten an ihrer Generalversammlung vom 20. Juni 2015 in Aarau die Zukunft der Schweizer Armee und ihre eigene Rolle. Die Stadt Aarau und die Offiziersgesellschaft stimmen überein, wie es mit der Kaserne Aarau weitergehen soll.
„Die SVP ist nicht zufrieden mit der Taube in der Hand, sie will den Pfau auf dem Dach“, so kommentierte der Präsident der Aargauer Offiziere, Oberst im Generalstab Dieter Wicki, das Resultat des Nationalrats. An der Generalversammlung der Aargauischen Offiziersgesellschaft vom Samstag, 20. Juni 2015 in Aarau gab die parlamentarische Beratung der WEA viel zu reden. „Stabwechsel von Oberst zu Oberst“ weiterlesen

Öffentliche Informationsveranstaltung: Die Armee der Zukunft und die Rolle der Offiziersgesellschaften

De quoi s’agit-il?

In der Schweiz wird unter dem Titel „Weiterentwicklung der Armee“ (WEA) um die Armee der Zukunft gerungen. Ist die WEA zukunftsgerichtet? Welche Rolle sollen die Offiziersge- sellschaften in der Diskussion darum spielen? Was ist dazu aus der Geschichte des Konzeptionsstreites der 1950er und 1960er Jahre zu lernen? Welche internationalen Entwicklungen sollten wir dabei berücksichtigen?

Der Anlass bietet Ihnen Gelegenheit, diese und weitere Fragen mit kompetenten Referierenden zu diskutieren.

Es referieren / diskutieren „Öffentliche Informationsveranstaltung: Die Armee der Zukunft und die Rolle der Offiziersgesellschaften“ weiterlesen

Waffenplatz Brugg: Armee will bleiben und kräftig investieren

Die ersten Wochen haben sie hinter sich, die Rekruten auf dem Waffenplatz Brugg: Dass sie zu den Genietruppen gehören, ist allerdings nicht zu sehen. Noch nicht. Rund um die Kaserne oder im Schachen erhalten sie derzeit das militärische Grundwissen.

Sie üben den Umgang mit Sturmgewehr und Schutzmaske, werden ausgebildet im Sanitäts- und Wachtdienst. Erst danach werden sie zu Brückenbauern, den Spezialisten an den schweren Geräten und technischen Einrichtungen. «Sie sind sehr bodenständig», lobt Oberst André Güss bei einem Augenschein. Der 45-Jährige ist seit gut einem Jahr Waffenplatz- und Schulkommandant. „Waffenplatz Brugg: Armee will bleiben und kräftig investieren“ weiterlesen

Kasernenareal soll ab 2030 zivil genutzt werden

Das Kasernenareal im Zentrum sei für die Stadt und den Kanton von grosser Bedeutung. Deshalb werde die Zukunft des Areals gemeinsam geplant, teilte die Stadtkanzlei Aarau am Mittwoch mit.

Bis im Jahr 2030 stehen im Kasernenareal die militärischen Nutzungen im Vordergrund. Das Stationierungskonzept des Bundes sieht vor, dass auf dem Areal Durchdiener, ein Rekrutierungszentrum und das Kommando der Territorialregion 2 angesiedelt werden. Aarau bleibt vorerst Standort der Militärmusik.

Bis 2030 wollen Stadt und Kanton die Zeit nutzen und die Weichen für eine zukunftsfähige Entwicklung sowie zivile Nutzung des Areals zwischen Bahnhof und Altstadt stellen. „Kasernenareal soll ab 2030 zivil genutzt werden“ weiterlesen

WEA – das Parlament ist gefordert

Die Schweizerische Offiziersgesellschaft (SOG) unterstützt den eingeschlagenen Weg der Weiterentwicklung der Armee (WEA). Sie sieht bei der heute vorgestellten Botschaft des Bundesrates an das Parlament aber Anpassungsbedarf: bei der langfristigen Finanzierung der Armee, der Begrenzung der Diensttage, der WK-Dauer und beim Erhalt der Verteidigungsfähigkeit – der „raison d’être“ der Armee. Darüberhinaus fordert die SOG, dass das Parlament an seinem Entscheid festhält, die Armee ab 2017 mit CHF 5 Milliarden zu finanzieren.

Ja zur Zukunft des Waffenplatzes Aarau

Die aargauische Offiziersgesellschaft (AOG) begrüsst die positive Stellungnahme der Aargauer Regierung zum Stationierungskonzept der Armee. Die Milizarmee ist Teil des Volkes, deshalb gehören auch Kasernenareale zu unseren Städten und Dörfern.

Der Regierungsrat des Kantons Aargau hat heute seine Stellungnahme zum Stationierungskonzept der Armee veröffentlicht. Die AOG begrüsst die Absicht der Aargauer Regierung, den Vertrag mit dem VBS zum Waffenplatz Aarau weiterhin zu erfüllen; er läuft bis 2030. Das Kasernenareal und das Zeughausareal in Aarau sind Eigentum des Kantons, teilweise des Bundes. „Ja zur Zukunft des Waffenplatzes Aarau“ weiterlesen

Regierungsrat stimmt dem Stationierungskonzept der Armee zu

Der Regierungsrat nimmt das geplante neue Stationierungskonzept der Armee als Gesamtkonzept grundsätzlich zustimmend zur Kenntnis. Demnach soll der Kanton Aargau ein starker Partner im Bereich Militär bleiben. Eine Erneuerung des Waffenplatzvertrages Aarau ab 2030 steht für den Regierungsrat nicht im Vordergrund.

Der Regierungsrat anerkennt die Notwendigkeit der Überarbeitung des aktuellen Stationierungskonzepts aufgrund der Weiterentwicklung der Armee (WEA) und der damit einhergehenden, veränderten Infrastrukturbedürfnisse. Dem vorliegenden Planungsdokument entnimmt der Regierungsrat, dass die Eidgenossenschaft auch in Zukunft auf den Kanton Aargau als starken Partner im Bereich Militär zählen will. Es ist im Interesse des Kantons Aargau, diese Zusammenarbeit auch in Zukunft fortzusetzen. Dafür schafft das geplante neue Stationierungskonzept im Bereich Infrastruktur eine gute Grundlage. „Regierungsrat stimmt dem Stationierungskonzept der Armee zu“ weiterlesen