Wie zwei Kriege tiefe Spuren im Aargau hinterliessen

Hinter Scheunen, unter Weiden, in Felsen verbirgt sich ganz unauffällig das, was dem Schweizer 50 Jahre lang Sicherheit gab: der Bunker. An die Wand beim Eingang wurde oft die Silhouette eines behelmten Soldaten oder Kommandanten gemalt. Er hat den Zeigefinger auf den Mund gelegt und mahnt in schwarzer Schrift: «Wer nicht schweigen kann, schadet der Heimat!» Dieser Text ist eine Reise in diese Zeit: Zweiter Weltkrieg, Kalter Krieg. Konflikte, die an uns vorbeizogen und doch überall tiefe Spuren hinterlassen haben.

Unser Reiseleiter in die Vergangenheit ist Titus Meier, 36, Brugg. Im Zivilen ist er Historiker und Lehrer, für die FDP Gross- und Einwohnerrat. Im Dienst ist er Major im Generalstab, C Na Besch FU Br 41, Chef Nachrichtenbeschaffung der Führungsunterstützungsbrigade 41. Doch der wichtigste Grund, warum Meier der richtige Begleiter zwischen Kommandoposten, Atomschutzunterstand und Artilleriewerk ist: Er arbeitet seit 2011 nebenberuflich an seiner Doktorarbeit mit dem Titel «Schweizerische Widerstandsvorbereitungen für den Besetzungsfall 1940–1990». „Wie zwei Kriege tiefe Spuren im Aargau hinterliessen“ weiterlesen

Aargau macht streng geheime Militäranlagen der Öffentlichkeit zugänglich

Versteckt unter der Waldkuppe «Balm» beim Weiler Wallbach, zwischen Villnachern und Schinznach-Dorf, befindet sich der ehemalige Kommandoposten (KP) der früheren Grenzbrigade 5. Für diese genaue Ortsbezeichnung wäre man vor 30 Jahren noch wegen Verrats militärischer Geheimnisse mit Gefängnis bestraft worden. Denn der Standort der Anlage war während des Zweiten Weltkriegs und des Kalten Kriegs hoch geheim. Im Eingangsstollen zum KP steht bis heute die Mahnung an der Wand: «Wer nicht schweigt, schadet der Heimat.» Dass Vorsicht begründet war, bewies eine sowjetische Generalstabskarte, die alle Ortsnamen und Verkehrsverbindungen auch im Brigadegebiet in kyrillischer Schrift enthielt.

Den ganzen Beitrag von Hans-Peter Widmer gibt es hier auf aargauerzeitung.ch zu lesen.

«Ruhn, abtreten!»: Er hat in drei Armeen Dienst geleistet

«Diese Guetzli hat meine Frau nach einem Rezept meiner Mutter gebacken», sagt Richard Schmid, lächelt, zeigt auf die Schale auf dem Tisch und erklärt: «Das Rezept steht übrigens in meinem Buch.»

Bei diesem Buch handelt es sich aber nicht etwa um ein Kochbuch. Unter dem Titel «Ruhn, abtreten!» hat Richard Schmid, der Ende 2008 im Grad des Majors aus der Dienstpflicht entlassen worden war, Erinnerungen an seine 1121 Diensttage in der Schweizer Armee festgehalten.

«Ich habe während dreier Jahre an diesem Buch geschrieben», sagt er. «Ich erzähle aber kein Militärlatein. Sämtliche Episoden habe ich bei ehemaligen Dienstkollegen verifiziert.» Eigentlich habe er das Buch ja für Dienstkollegen schreiben wollen, stellt er fest. Die Lektorin, Elisabeth Oehrli, habe aber gemeint: «Wieso schicken Sie das Manuskript nicht einem Verlag? Die Geschichten sind spannend und authentisch.» Er hätte aber nie gedacht, dass er einen Verlag finden und dass das Buch so gut ankommen würde, sagt Richard Schmid. Immerhin ist bereits beinahe die Hälfte der Auflage von 1600 Exemplaren verkauft. „«Ruhn, abtreten!»: Er hat in drei Armeen Dienst geleistet“ weiterlesen

Aargau / Österreich 1814–2014: Militärhistorische Meilensteine

Referenten aus dem Aargau und Österreich beleuchten die Bedeutung der Jahre 1814, 1914 und 2014 aus einer militärhistorischen Perspektive. Dabei stehen die staatspolitischen Entwicklungen dieser Jahre in der Schweiz respektive im Aargau und in Österreich im Vordergrund. Im Anschluss an die Referate findet eine moderierte Podiumsdiskussion zum Thema «Kontinuität und Brüche 1814–1914–2014» statt. Die Veranstaltung endet mit der Theateraufführung „«Spiel im Morgengrauen“ des österreichischen Dramatikers Arthur Schnitzler und einem anschliessenden Apéro riche.

12.06.2014, 15:30 Uhr
Klosterscheune Königsfelden, Windisch

Programm / Lageplan / Anmeldung über ag.ch

Ansprache des AOG-Präsidenten zum 1. August

Sehr geehrte Frau Gemeindeammann,
liebe Schweizerinnen und Schweizer, liebe Gäste

Herzlichen Dank für die Einladung, heute hier in der Gemeinde Untersiggenthal die 1. August-Rede zu halten. Mein Bezug zu Untersiggenthal ist ein militärischer: Der Name „Siggenthal Station“ hat mich jahrelang in meinem Dienstbüchlein begleitet als der Ort, an dem ich im Kriegsfall hätte einrücken müssen – das waren andere Zeiten…

Mit 1.August-Feiern habe ich durchaus Erfahrung und auch ich wurde im Ausland patriotischer: Ich war 2 Jahre als Militärbeobachter im Nahen Osten und wir haben am 1. August 2007 in Jerusalem im Hauptquartier der UNO-Mission eine Feier für unsere Kollegen aus allen Teilen der Welt organisiert mit 1.August-Feuer, Armbrust-Schiessen, Alphorn, Rütli-Schwur, Umzug samt einer Kopie des Bundesbriefes vom 1. August 1291.

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