Infanterie weg, Zeughäuser schliessen: Wird der Aargau entmilitarisiert?

2018 wird sich die Anzahl ausgebildeter Rekruten im Aargau mehr als halbieren und auf etwa 1000 Personen zusammenschrumpfen. Der Hauptgrund für den Exodus ist die Verlegung der Infanterie-Schule aus Aarau, die im vergangenen Jahr fast 60 Prozent aller ausgebildeten Rekruten im Kanton ausmachte. […]

Nach über 200 Jahren ist am 20. September Schluss mit der infanteristischen Ausbildung im Aargau – so, wie schon 1872 jene der Artillerie und 1972 jene der Kavallerie in Aarau zu Ende gegangen war. In Militärkreisen wird der Wegzug ausserordentlich bedauert. Peter Balzer, Präsident der Aargauischen Offiziersgesellschaft spricht von einem «herben Verlust» für den ganzen Kanton. «Es wird uns ein Stück Nähe zur Aargauer Bevölkerung weggenommen. So, dass die Anstrengungen der letzten Jahre, die Armee den Menschen wieder näher zu bringen, verloren gehen.» „Infanterie weg, Zeughäuser schliessen: Wird der Aargau entmilitarisiert?“ weiterlesen

Aargau macht streng geheime Militäranlagen der Öffentlichkeit zugänglich

Versteckt unter der Waldkuppe «Balm» beim Weiler Wallbach, zwischen Villnachern und Schinznach-Dorf, befindet sich der ehemalige Kommandoposten (KP) der früheren Grenzbrigade 5. Für diese genaue Ortsbezeichnung wäre man vor 30 Jahren noch wegen Verrats militärischer Geheimnisse mit Gefängnis bestraft worden. Denn der Standort der Anlage war während des Zweiten Weltkriegs und des Kalten Kriegs hoch geheim. Im Eingangsstollen zum KP steht bis heute die Mahnung an der Wand: «Wer nicht schweigt, schadet der Heimat.» Dass Vorsicht begründet war, bewies eine sowjetische Generalstabskarte, die alle Ortsnamen und Verkehrsverbindungen auch im Brigadegebiet in kyrillischer Schrift enthielt.

Den ganzen Beitrag von Hans-Peter Widmer gibt es hier auf aargauerzeitung.ch zu lesen.

Waffenplatz Brugg: Armee will bleiben und kräftig investieren

Die ersten Wochen haben sie hinter sich, die Rekruten auf dem Waffenplatz Brugg: Dass sie zu den Genietruppen gehören, ist allerdings nicht zu sehen. Noch nicht. Rund um die Kaserne oder im Schachen erhalten sie derzeit das militärische Grundwissen.

Sie üben den Umgang mit Sturmgewehr und Schutzmaske, werden ausgebildet im Sanitäts- und Wachtdienst. Erst danach werden sie zu Brückenbauern, den Spezialisten an den schweren Geräten und technischen Einrichtungen. «Sie sind sehr bodenständig», lobt Oberst André Güss bei einem Augenschein. Der 45-Jährige ist seit gut einem Jahr Waffenplatz- und Schulkommandant. „Waffenplatz Brugg: Armee will bleiben und kräftig investieren“ weiterlesen

Es geht auch um Aarau, aber nicht nur!

Mit Genugtuung nimmt die aargauische Offiziersgesellschaft zur Kenntnis, dass sich Regierungsrätin Susanne Hochuli per Brief an das VBS dafür ausgesprochen hat, dass der Waffenplatz Aarau erhalten bleiben soll. In der Diskussion um die Standorte der Armee im Aargau wird es auch um den Waffenplatz Aarau gehen, aber nicht nur: Es geht auch um den Erhalt der Waffenplätze Brugg und Bremgarten, um das Rekrutierungszentrum Windisch und insbesondere um das Armeelogistikcenter Othmarsingen mit seinen 296 Arbeitsplätzen im Aargau. „Es geht auch um Aarau, aber nicht nur!“ weiterlesen