Infanterie weg, Zeughäuser schliessen: Wird der Aargau entmilitarisiert?

2018 wird sich die Anzahl ausgebildeter Rekruten im Aargau mehr als halbieren und auf etwa 1000 Personen zusammenschrumpfen. Der Hauptgrund für den Exodus ist die Verlegung der Infanterie-Schule aus Aarau, die im vergangenen Jahr fast 60 Prozent aller ausgebildeten Rekruten im Kanton ausmachte. […]

Nach über 200 Jahren ist am 20. September Schluss mit der infanteristischen Ausbildung im Aargau – so, wie schon 1872 jene der Artillerie und 1972 jene der Kavallerie in Aarau zu Ende gegangen war. In Militärkreisen wird der Wegzug ausserordentlich bedauert. Peter Balzer, Präsident der Aargauischen Offiziersgesellschaft spricht von einem «herben Verlust» für den ganzen Kanton. «Es wird uns ein Stück Nähe zur Aargauer Bevölkerung weggenommen. So, dass die Anstrengungen der letzten Jahre, die Armee den Menschen wieder näher zu bringen, verloren gehen.» „Infanterie weg, Zeughäuser schliessen: Wird der Aargau entmilitarisiert?“ weiterlesen

«Ruhn, abtreten!»: Er hat in drei Armeen Dienst geleistet

«Diese Guetzli hat meine Frau nach einem Rezept meiner Mutter gebacken», sagt Richard Schmid, lächelt, zeigt auf die Schale auf dem Tisch und erklärt: «Das Rezept steht übrigens in meinem Buch.»

Bei diesem Buch handelt es sich aber nicht etwa um ein Kochbuch. Unter dem Titel «Ruhn, abtreten!» hat Richard Schmid, der Ende 2008 im Grad des Majors aus der Dienstpflicht entlassen worden war, Erinnerungen an seine 1121 Diensttage in der Schweizer Armee festgehalten.

«Ich habe während dreier Jahre an diesem Buch geschrieben», sagt er. «Ich erzähle aber kein Militärlatein. Sämtliche Episoden habe ich bei ehemaligen Dienstkollegen verifiziert.» Eigentlich habe er das Buch ja für Dienstkollegen schreiben wollen, stellt er fest. Die Lektorin, Elisabeth Oehrli, habe aber gemeint: «Wieso schicken Sie das Manuskript nicht einem Verlag? Die Geschichten sind spannend und authentisch.» Er hätte aber nie gedacht, dass er einen Verlag finden und dass das Buch so gut ankommen würde, sagt Richard Schmid. Immerhin ist bereits beinahe die Hälfte der Auflage von 1600 Exemplaren verkauft. „«Ruhn, abtreten!»: Er hat in drei Armeen Dienst geleistet“ weiterlesen

Habsburgrapport: Dank an Offiziere und Bekenntnis zum Armeestandort Aargau

Der Aargauer Regierungsrat stattete am traditionellen Habsburgrapport den Armeekadern seinen Dank ab. Militärdirektorin Susanne Hochuli betonte die Verbundenheit des Kantons Aargau mit der Armee. Zu den Gästen gehörten auch Bundesrat Ueli Maurer und Armeechef Korpskommandant André Blattmann.

Der Regierungsrat würdigt seit 1949 mit dem Habsburgrapport die guten Beziehungen zwischen dem Kanton Aargau und der Schweizer Armee. „Habsburgrapport: Dank an Offiziere und Bekenntnis zum Armeestandort Aargau“ weiterlesen

Gripen: eine Beschaffung mit Augenmass

Die Beschaffung der Gripen-Kampfflugzeuge war am 5.April Thema einer gut besuchten Veranstaltung der aargauischen Offiziersgesellschaft an der Berufsschule Aarau. Nationalrätin Corina Eichenberger und Nationalrat Geri Müller diskutierten engagiert mit Luftfahrt- und Militärexperten und dem Publikum. Man erfuhr, dass jährlich mehrere Hundert Luftpolizei-Einsätze nötig sind und fragte sich: Wie sollen wir in einer Krise ohne Gripen auskommen? Am 18. Mai stimmen wir über die Beschaffung von 22 Gripen-Kampfflugzeuge für 3,126 Mia. Fr. ab – eine Frage mit weitreichenden Konsequenzen für die Sicherheit der Schweiz. „Gripen: eine Beschaffung mit Augenmass“ weiterlesen

Ueli Maurers Mannen bringen dem Aargau 48 Millionen Franken

Der Aargauer Regierungsrat setzt sich beim Bundesrat dafür ein, dass trotz Armeereform alle militärischen Infrastrukturen im Kanton erhalten bleiben. Die Einrichtungen hätten eine grosse volkswirtschaftliche Bedeutung für die Regionen und Gemeinden. Ein «unverantwortlicher Abbau» der Infrastrukturen dürfe das «jahrzehntelange, konstruktive, verlässliche und gute Miteinander zwischen Armee und dem Kanton» nicht stören. Das hält der Regierungsrat in der am Freitag veröffentlichten Stellungnahme an den Bund zur Änderungen der Rechtsgrundlagen für die Weiterentwicklung der Armee fest. „Ueli Maurers Mannen bringen dem Aargau 48 Millionen Franken“ weiterlesen

Neuer Kommandant Inf Br 5

Die aargauische Offiziersgesellschaft ist erfreut, dass mit Hans Schatzmann per 1. Januar 2014 ein bewährter und erfahrener Milizoffizier das Kommando der Infanteriebrigade 5 übernimmt. Wir wünschen ihm in der herausfordernden Übergangsphase der Weiterentwicklung der Armee alles Gute!

Dem jetzigen Brigadekommandanten, Brigadier Daniel Keller (er wird per 1. Januar 2014 Kommandant der Zentralschule) danken wir für das stets gute Einvernehmen und für sein unermüdliches Engagement für die Milizarmee. Wir wünschen auch im viel Erfolg in der neuen Funktion.

Mitteilung des VBS

SOG: Keine glaubwürdige Alternative zur allgemeinen Wehrpflicht für die Schweiz

Die Schweizerische Offiziersgesellschaft (SOG) und der Schweizerische Unteroffiziersverband (SUOV) unterstützen den Bundesrat vorbehaltlos in seiner Haltung, die GSoA-Initiative zur Abschaffung der allgemeinen Wehrpflicht sei ohne Gegenvorschlag abzulehnen. Das von der GSoA vorgegebene Ziel ist trügerisch; letztlich geht es nicht um die Aufhebung der allgemeinen Wehrpflicht sondern, der Name der Gruppe ist Programm, um die Abschaffung der Armee.

Mitteilung als PDF

Generation Facebook und Milizarmee – wie passt das zusammen?

Die Generation Facebook ist flexibel, für vieles zu gewinnen, sie will sich aber möglichst viele Optionen gleichzeitig offenhalten – sagen die Soziologen. Dies öffnet ein Spannungsfeld, weil die Milizarmee auf Commitment und konstante Leistungserbringung der jungen Kader angewiesen ist. Unverändert gilt, dass die Milizarmee zum Scheitern verurteilt ist, wenn es ihr nicht gelingt, ausreichend qualifizierte Milizkader zu gewinnen – und zu halten.

VBS publiziert Milizbericht zur „Bedeutung der Armee für die Schweiz“

Der Milizkommission C VBS gehören aktive und ehemalige Miliz-Generalstabsoffiziere an, die beauftragt sind, grundsätzliche Fragen und wichtige Entscheidungsvorlagen der Armee zuhanden des Vorstehers des Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) aus aussenstehender Sicht zu analysieren und zu kommentieren.

Die Kommission hat aus eigener Initiative den vorliegenden interdisziplinären Bericht in Zusammenarbeit mit zahlreichen Experten verfasst. Ziel ist, einen Beitrag zu einer sachlich fundierten Diskussion über die Bedeutung der Armee zu leisten.