Aargauer Offiziersgesellschaft will Kaserne in Aarau erhalten

Die aargauische Offiziersgesellschaft (AOG) spricht sich für den Erhalt der Kaserne in der Stadt Aarau aus. Solange die Milizarmee Teil des Volkes ist, gehören auch Kasernenareale zu unseren Städten und Dörfern. Die AOG betrachtet dies als Gewinn. Sie wehrt sich gegen eine Verbannung des Militärs aus der Kantonshauptstadt – dies vor allem solange, als die Stadt Aarau noch ausreichend grosse zentrumsnahe Entwicklungsflächen hat.

Im kürzlich bekannt gewordenen Stationierungskonzeptes des VBS kommt klar zum Ausdruck, dass Aarau auch künftig Militärstandort sein soll. Durch ihre zentrale Lage und gute Verkehrsanbindung eignet sich die Stadt besonders dazu. Lokales Gewerbe und Restaurationsbetriebe profitieren von den Einquartierungen. Auch sind in Aarau keine Klagen über die Truppen zu hören. Dass unsere Kasernen mitten in der Stadt stehen, hat viel mit der Wehrpflicht und der Milizarmee zu tun. Geübt wird seit langem im Gelände, hingegen sind Unterkünfte und Sportanlagen Teil des Kasernenareals. Die AOG betrachtet das als Gewinn. Sie wehrt sich gegen eine Verbannung des Militärs aus der Kantonshauptstadt – dies vor allem solange, als die Stadt noch ausreichend grosse zentrumsnahe Entwicklungsflächen hat, wie das Torfeld Nord und Süd, gewisse schlecht genutzte Industrieareale in der Telli und am Stadtrand gegen Schönenwerd.

Schliesslich spricht die Tradition für eine Weiterführung des Militärbetriebes. Aarau hat als Garnisonsstadt eine lange Geschichte. 1845 beschloss der Grosse Rat, das Gelände zwischen der Laurenzenvorstadt und der späteren Bahnhofstrasse zu erwerben. Von 1847 bis 1849 entstand unter der Leitung von Kantonsbaumeister Carl Rothpletz und nach Plänen von Joseph Caspar Jeuch das neue Hauptgebäude der Kaserne. Das ehemalige Kornhaus (heute General Herzog-Haus) diente von 1818 bis 1933 als Zeughaus, danach als Kantine. Dieses Erbe sollte im viertgrössten Kanton der Eidgenossenschaft respektiert werden: Die historischen Gebäude sollen nicht nach Belieben umgenutzt werden, sondern ihre ursprüngliche Zweckbestimmung behalten.

Die AOG begrüsst den Vorschlag des VBS, im Aargau weiterhin wichtige Militärstandorte zu betreiben. So bleiben Ausbildungs- und Arbeitsplätze erhalten.

Bericht in der AZ – Bericht vom 09.02.14 der AZ

Eine Antwort auf „Aargauer Offiziersgesellschaft will Kaserne in Aarau erhalten“

  1. Danke für die Medienmitteilung der AOG zum Waffenplatz Aarau. Dieser wird mit dem Stationoierungskonzept gestärkt (Kompetenzzentrum Militärmusik, Kdo Ter Reg 2 und Rekr-Zentrum von 8 Kantonen). Die Einhaltung des Waffenplatzvertrages schafft Zeit für eine allfällige Nachfolgeplanung, garantiert dem Kanton Aargau weiterhin jährliche Einnahmen von Fr. 3,6 Mrd und ermöglicht mit der neuen Stationierung einen grossen Mehrwert für die Stadt Aarau (weniger Verkehr, grössere Durchlässigkeit des Kasernenareals und mehr Mitbenutzung der Infrastrukturen). Mit einem Verzicht auf den Waffenplatz Aarau ist zudem das Rekrutierungszentrum Windisch nicht gesichert. Oberst Rolf Stäuble, Mitglied FOG

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