Wie zwei Kriege tiefe Spuren im Aargau hinterliessen

Hinter Scheunen, unter Weiden, in Felsen verbirgt sich ganz unauffällig das, was dem Schweizer 50 Jahre lang Sicherheit gab: der Bunker. An die Wand beim Eingang wurde oft die Silhouette eines behelmten Soldaten oder Kommandanten gemalt. Er hat den Zeigefinger auf den Mund gelegt und mahnt in schwarzer Schrift: «Wer nicht schweigen kann, schadet der Heimat!» Dieser Text ist eine Reise in diese Zeit: Zweiter Weltkrieg, Kalter Krieg. Konflikte, die an uns vorbeizogen und doch überall tiefe Spuren hinterlassen haben.

Unser Reiseleiter in die Vergangenheit ist Titus Meier, 36, Brugg. Im Zivilen ist er Historiker und Lehrer, für die FDP Gross- und Einwohnerrat. Im Dienst ist er Major im Generalstab, C Na Besch FU Br 41, Chef Nachrichtenbeschaffung der Führungsunterstützungsbrigade 41. Doch der wichtigste Grund, warum Meier der richtige Begleiter zwischen Kommandoposten, Atomschutzunterstand und Artilleriewerk ist: Er arbeitet seit 2011 nebenberuflich an seiner Doktorarbeit mit dem Titel «Schweizerische Widerstandsvorbereitungen für den Besetzungsfall 1940–1990». „Wie zwei Kriege tiefe Spuren im Aargau hinterliessen“ weiterlesen

Die SOG und ihre Finanzen: Offener Brief an den Präsidenten SOG

Die SOG hat ein Problem, wenn es um die Finanzen geht. Vor Jahren wurden grosse Verluste beim Wertschriftenportfolio eingefahren. Bei den Kampagnen zur Wehrpflicht und zum Gripen wurden unrealistische finanzielle Versprechungen abgegeben – die Differenz beglich die SOG. Der Wertschriftenertrag ist schwach, der Kursgewinn gering. Eine Offiziersstiftung sollte weitere Mittel organisieren, doch heute ist sie nahezu leer. Noch ein so schlechtes Jahr wie die letzten Jahre und die SOG muss auch die Wertschriften verkaufen. Ohne Veränderungen wäre die SOG wohl spätestens 2019 pleite. Was ist zu tun?

Der Vorstand der SOG verlangt eine Beitragserhöhung um 50%, vielleicht 100% – von CHF 10 auf CHF 15 bzw. CHF 20 pro Offizier. Doch dagegen formiert sich Widerstand.

Die sieben Sektionspräsidenten der Aargauischen Offiziersgesellschaft (AOG) sowie der Vorstand der AOG haben deshalb dem Präsidenten SOG, Oberst i Gst Stefan Holenstein, einen „Offenen Brief“ (PDF) zukommen lassen.

Die hier aufgeführten Zahlen und Fakten unterstreichen unsere Aussagen, Fragen und Anträge. [Update: Die Antworten zu den Fragen gibt es hier] „Die SOG und ihre Finanzen: Offener Brief an den Präsidenten SOG“ weiterlesen

Diskussion um den Zivildienst

Mit seinen Aussagen zum Zivildienst löste Armeechef André Blattmann hitzige Debatten aus. Im Interview mit der «Nordwestschweiz» kritisierte er am Montag den Beschluss des Parlaments, künftig Zivildienstleistende auch an Schulen zuzulassen und sagt, die Truppenbestände der Militärs seien durch den Zivildienst gefährdet.

Wie sehen das Direktbetroffene? Im TalkTäglich diskutieren Titus Meier, Militärhistoriker und Aargauer Grossrat [und Präsident der OG Brugg. Anm. AOG] und Nicola Goepfert, Zivildienstleistender und Geschäftsführer des Zivildienstverbands Schweiz über das Thema «Zivildienst statt Militärdienst». „Diskussion um den Zivildienst“ weiterlesen

Jetzt kann im Internet das Fresspäckli bestellt werden

Letzte Woche sind knapp 7000 junge Männer und Frauen in die Sommer-Rekrutenschule eingerückt. Ihnen stehen 18 bis 21 mehr oder weniger anstrengende Wochen mit viel Drill und wenig Schlaf bevor.

Um die Strapazen und Entbehrungen der Rekruten etwas angenehmer zu gestalten, schicken nicht wenige Angehörige und Freunde den Jung-Soldaten jeweils Fresspäckli. Wurden diese Pakete bis anhin selber zusammengestellt und dann per Feldpost in die Kaserne geschickt, genügen heute ein paar Mausklicks.

Anfang Mai hat der Badener Serge Demuth (33) seinen Soldaten-Onlineshop aufgeschaltet. Demuth, der es in der Infanterie zum Oberleutnant brachte, verbindet mit Fresspäckli «emotionale Erinnerungen», wie er sagt.

Auf die Idee eines Webshops für Soldaten sei er aus zwei Gründen gekommen: «Erstens ist es bei herkömmlichen Webshops nicht möglich, eine Militäradresse zu hinterlegen.» Und zweitens zahle man bei normalen Webshops für den Versand, obwohl die Feldpost eigentlich kostenlos wäre. „Jetzt kann im Internet das Fresspäckli bestellt werden“ weiterlesen

Stabwechsel von Oberst zu Oberst

Die Aargauer Offiziere diskutierten an ihrer Generalversammlung vom 20. Juni 2015 in Aarau die Zukunft der Schweizer Armee und ihre eigene Rolle. Die Stadt Aarau und die Offiziersgesellschaft stimmen überein, wie es mit der Kaserne Aarau weitergehen soll.
„Die SVP ist nicht zufrieden mit der Taube in der Hand, sie will den Pfau auf dem Dach“, so kommentierte der Präsident der Aargauer Offiziere, Oberst im Generalstab Dieter Wicki, das Resultat des Nationalrats. An der Generalversammlung der Aargauischen Offiziersgesellschaft vom Samstag, 20. Juni 2015 in Aarau gab die parlamentarische Beratung der WEA viel zu reden. „Stabwechsel von Oberst zu Oberst“ weiterlesen

Öffentliche Informationsveranstaltung: Die Armee der Zukunft und die Rolle der Offiziersgesellschaften

De quoi s’agit-il?

In der Schweiz wird unter dem Titel „Weiterentwicklung der Armee“ (WEA) um die Armee der Zukunft gerungen. Ist die WEA zukunftsgerichtet? Welche Rolle sollen die Offiziersge- sellschaften in der Diskussion darum spielen? Was ist dazu aus der Geschichte des Konzeptionsstreites der 1950er und 1960er Jahre zu lernen? Welche internationalen Entwicklungen sollten wir dabei berücksichtigen?

Der Anlass bietet Ihnen Gelegenheit, diese und weitere Fragen mit kompetenten Referierenden zu diskutieren.

Es referieren / diskutieren „Öffentliche Informationsveranstaltung: Die Armee der Zukunft und die Rolle der Offiziersgesellschaften“ weiterlesen

«Ruhn, abtreten!»: Er hat in drei Armeen Dienst geleistet

«Diese Guetzli hat meine Frau nach einem Rezept meiner Mutter gebacken», sagt Richard Schmid, lächelt, zeigt auf die Schale auf dem Tisch und erklärt: «Das Rezept steht übrigens in meinem Buch.»

Bei diesem Buch handelt es sich aber nicht etwa um ein Kochbuch. Unter dem Titel «Ruhn, abtreten!» hat Richard Schmid, der Ende 2008 im Grad des Majors aus der Dienstpflicht entlassen worden war, Erinnerungen an seine 1121 Diensttage in der Schweizer Armee festgehalten.

«Ich habe während dreier Jahre an diesem Buch geschrieben», sagt er. «Ich erzähle aber kein Militärlatein. Sämtliche Episoden habe ich bei ehemaligen Dienstkollegen verifiziert.» Eigentlich habe er das Buch ja für Dienstkollegen schreiben wollen, stellt er fest. Die Lektorin, Elisabeth Oehrli, habe aber gemeint: «Wieso schicken Sie das Manuskript nicht einem Verlag? Die Geschichten sind spannend und authentisch.» Er hätte aber nie gedacht, dass er einen Verlag finden und dass das Buch so gut ankommen würde, sagt Richard Schmid. Immerhin ist bereits beinahe die Hälfte der Auflage von 1600 Exemplaren verkauft. „«Ruhn, abtreten!»: Er hat in drei Armeen Dienst geleistet“ weiterlesen

Major Urs Läubli verstorben

Wir haben die traurige Pflicht, Sie vom Tod unseres langjährigen Mitglieds, ehemaligen Kassiers der OG Zofingen und treuen Kameraden

Major Urs Läubli †

in Kenntnis zu setzen. Er verstarb in der Nacht auf heute nach kurzer, schwerer Krankheit. Der Trauerfamilie entbieten wir unser aufrichtiges Beileid.

Mit stillem Gruss
Oberst i Gst Christoph Fehr, Präsident OG Zofingen
Oberstlt i Gst Dieter Wicki, Präsident AOG

Kasernenareal soll ab 2030 zivil genutzt werden

Das Kasernenareal im Zentrum sei für die Stadt und den Kanton von grosser Bedeutung. Deshalb werde die Zukunft des Areals gemeinsam geplant, teilte die Stadtkanzlei Aarau am Mittwoch mit.

Bis im Jahr 2030 stehen im Kasernenareal die militärischen Nutzungen im Vordergrund. Das Stationierungskonzept des Bundes sieht vor, dass auf dem Areal Durchdiener, ein Rekrutierungszentrum und das Kommando der Territorialregion 2 angesiedelt werden. Aarau bleibt vorerst Standort der Militärmusik.

Bis 2030 wollen Stadt und Kanton die Zeit nutzen und die Weichen für eine zukunftsfähige Entwicklung sowie zivile Nutzung des Areals zwischen Bahnhof und Altstadt stellen. „Kasernenareal soll ab 2030 zivil genutzt werden“ weiterlesen